Das Ernährungs-ABC: A bis E

Die Artikelserie “Das Ernährungs-ABC” bietet einen Überblick über 26 grundlegende Begriffe aus dem Bereich der Ernährung. Das Prinzip ist simpel: Pro Buchstabe wird ein zugeordnetes Wort, das in direktem Zusammenhang mit der Ernährung steht, behandelt. Die Artikelserie dient der ersten Orientierung im Bereich der (gesunden) Ernährung. Neben Wissenswertem und Grundlegendem werden auch einige skurile Fakten aufgedeckt – das Ernährungs-ABC verleiht in jedem Falle interessante Einblicke in die Welt der Ernährung.

A – Aminosäuren

Bei den Aminosäuren handelt es sich um organische Säuren, die die Grundbausteine der Eiweiße darstellen. Obwohl in der Natur über 250 verschiedene Aminosäuren vorkommen, kann der Mensch nur 21 Stück für den Aufbau von Proteinen einsetzen. Die anderen Aminosäuren erfüllen zwar teilweise auch wichtige Aufgaben in unserem Körper, dienen jedoch nicht der Bildung von Körperproteinen. Aus diesem Grund werden sie als nichtproteinogene Aminosäuren bezeichnet. Im Hinblick auf die Ernährung sind jedoch vor allem die proteinogenen Aminosäuren, welche gemeinhin durch jeweils drei Buchstaben abgekürzt werden (Leu, Ala und Co dürften aus dem Biologieunterricht vertraute Codes sein), von großer Bedeutung. Letztendlich müssen wir ausreichend mit diesen proteinogenen Aminosäuren versorgt sein, da sie die Grundbausteine der Eiweiße darstellen, welche wiederum für die Bildung sämtlicher Körpermasse hauptverantwortlich sind.

B – Ballaststoffe

Ballaststoffe wurden in der Medizin und der Ernährungswissenschaft lange unterschätzt, was sich auch in ihrem Namen ausdrückt. Bei diesen Ernährungsbestandteilen handelt es sich, anders als der Name vermuten lässt, nicht um überflüssigen Ballast, sondern um einen wesentlichen Faktor gesunder Ernährung. Ballaststoffe sind weitgehend unverdaulich. Ihnen werden zahlreiche gesundheitlich positive Auswirkungen zugeschrieben, die teilweise durch wissenschaftliche Studien bestätigt werden konnten. So soll ein ausreichender Verzehr das Risiko einiger Zivilisationskrankheiten senken können. In unserer Nahrung finden sich Ballaststoffe vor allem in Getreide, Obst, Gemüse und Hülsenfrüchten. Darüber hinaus sind sie in geringeren Mengen auch in Milch zu finden. Die DGE empfiehlt, täglich mindestens 30 Gramm Ballaststoffe zu verzehren.

C – Carotinoide

Sie verleihen Flamingos, Möhren und Lachsen ihre charakteristische Färbung. Carotinoide sind uns vor allem als natürliche Farbstoffe bekannt, die im Tier- und Pflanzenreich weit verbreitet sind. Nur wenige Menschen wissen jedoch, dass Carotinoide unserer Gesundheit zuträglich sind. So liefern sie uns wertvolles Vitamin A und tragen somit zur Bedarfsdeckung dieses Stoffes bei, der unter anderem für Aufbau, Wachstum und Funktion von Haut und Schleimhäuten verantwortlich ist. Auch darüber hinaus entfalten Carotinoide positive Wirkungen. Sie wirken vor allem als Antioxidantien und sollen der Hautalterung sowie diversen Erkrankungen von Arteriosklerose über Alzheimer bis hin zu Parkinson vorbeugen können. Aufnehmen können wir Carotinoide vor allem über den Verzehr von Möhren, Tomaten, Paprikas, Garnelen, Lachsen und Orangen.

D – Disaccharide

Disaccharide sind Zweifachzucker. Zu ihnen zählt unter anderem der Haushaltszucker, welcher als gesundheitlich bedenklich gilt. Da Disaccharide im Verdauungstrakt kaum aufgespalten werden müssen, gelangen sie nach dem Verzehr sehr schnell ins Blut. Bereits kurze Zeit nach dem schnellen Anstieg fällt der Blutzuckerspiegel jedoch wieder stark ab. Darüber hinaus sind Disaccharide sehr energiereich, ohne wichtige Nährstoffe zu liefern. Sie finden sich vor allem in Süßigkeiten und liefern wie bereits erwähnt jede Menge leere Kalorien. Fazit: Finger weg von Disacchariden.

E – Eisen

Eisen ist ein Spurenelement, das für uns lebenswichtig ist, da es für den Sauerstofftransport im Blut verantwortlich ist. Um eine ausreichende Versorgung gewährleisten zu können, müssen wir es in gewissem Maße über die Nahrung aufnehmen. Hierfür bieten sich sowohl tierische als auch pflanzliche Lebensmittel an, wobei zu beachten ist, dass Eisen aus tierischen Produkten besser verwertet werden kann. Neben diversen Fleischsorten sind vor allem Amarant, Kürbiskerne und Sojabohnen gute Eisenlieferanten. Nehmen wir zusätzlich zum Eisen Vitamin C auf, erhöht sich die Verfügbarkeit des Eisens aus pflanzlichen Lebensmitteln. Vor allem Frauen leiden an Eisenmangel. Bei ihnen ist dieser meist auf die Regelblutung zurückzuführen. Ein Eisenmangel führt u. a. zu Symptome wie Müdigkeit, Schwäche und Blässe.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.