Eisenmangel vorbeugen – Wenn dem Körper etwas Wichtiges fehlt

Kopfschmerzen, Schwierigkeiten, sich zu konzentrieren, oder Antriebslosigkeit erlebt nahezu jeder einmal. Häufen sich diese oder ähnliche Symptome, können sie jedoch ein Zeichen für Eisenmangel sein.

Wozu braucht der Körper Eisen?

Eisen gehört zu den Spurenelementen und hat eine wesentliche Aufgabe: Es bindet Sauerstoff, der über die Atmung aufgenommen wird, an das Hämoglobin im Blut. Auf diese Weise trägt Eisen dazu bei, dass sämtliche Organe und Zellen im Körper über den Blutkreislauf mit Sauerstoff versorgt werden. Daraus erfolgt die Energieversorgung der einzelnen Zellen.

Für die Muskeln ist Eisen ebenso wichtig. Auch hier ist es dafür verantwortlich, dass der Sauerstoff in die einzelnen Muskeln transportiert werden kann. Diese sind dadurch leistungsstärker und neigen weniger zur Ermüdung.

Ist die Sauerstoffversorgung im Gehirn optimal gewährleistet, profitieren sämtliche Körperfunktionen wie auch die Psyche. Menschen, deren Körper ausreichend mit Sauerstoff versorgt ist, können sich gut konzentrieren, sind ausgeglichener und geistig fitter. Auch besitzen sie ein stabileres Immunsystem.
Das Spurenelement Eisen ist also unabdingbar, um die Gesundheit von Körper und Geist zu gewährleisten.

Wie kommt es zu Eisenmangel?

Eisen wird vom Körper nicht selbst produziert, es kann ausschließlich über die Nahrung aufgenommen werden. Aus diesem Grund ist eine unausgewogene, einseitige, eisenarme Ernährung oftmals ursächlich für den Eisenmangel.

Da das Spurenelement im Blut dazu verwendet wird, rote Blutkörperchen zu bilden, kann zudem ein erhöhter Blutverlust für den Mangel an Eisen verantwortlich sein. Dies ist beispielsweise bei Menschen zu beobachten, die häufig unter Nasenbluten leiden. Weitere Ursachen können chronische Entzündungen im Magen-Darm-Trakt, Hämorrhoiden oder Geschwüre sein.

Schwangere oder stillende Frauen sowie sich im Wachstum befindende Kinder haben einen erhöhten Bedarf an Eisen, so dass sie auch öfter unter Eisenmangel leiden.

Was sind die Symptome?

Da Eisen für sämtliche Zellen und Organe wichtig ist, kann sich ein Eisenmangel an den unterschiedlichsten Stellen bemerkbar machen.

Häufige Symptome sind:

  • Schwindel
  • Kopfschmerzen
  • Kreislaufprobleme
  • Nachlassende Leistungsfähigkeit
  • Konzentrationsschwäche
  • Müdigkeit
  • Depressive Verstimmung
  • Erschöpfung
  • Herzrhythmusstörungen oder Herzrasen
  • Atemnot

In besonders schweren Fällen, in denen es bereits zu Stoffwechselstörungen kommt, können anhaltende Appetitlosigkeit, Muskelschwund und Blutarmut auftreten. Rein äußerliche Anzeichen sind häufig brüchige Fingernägel, die Rillen aufweisen, stumpfes Haar, blasse Haut und/oder eingerissene Mundwinkel.

Treten solche Symptome akut auf, empfiehlt es sich, einen Arzt aufzusuchen und sich auf Eisenmangel im Blut untersuchen zu lassen. Eine medikamentöse Therapie hilft, die Eisendepots im Körper kurzzeitig wieder aufzufüllen.

Wie lässt sich Eisenmangel vorbeugen?

Langfristig sind Nahrungsergänzungsmittel und medikamentöse Einnahmen von Eisen nicht zu empfehlen. Eine ausgewogene, gesunde Ernährung reicht in der Regel völlig aus, um den Körper mit genügend Eisen zu versorgen.

Die besten Eisenlieferanten sind rote Fleischprodukte. Aber auch Hülsenfrüchte und grünes Gemüse enthalten sehr viel Eisen. Damit der Körper in der Lage ist, das Eisen aus der Nahrung aufzunehmen, benötigt er im Übrigen Vitamin C. Auch hiermit sollte der Körper ausreichend versorgt werden.

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