Erkältung und Grippe: Unterschiede

Besonders in der kalten Jahreszeit sind viele Menschen von Atemwegsinfektionen geplagt. Doch nur wenige differenzieren zwischen einer Erkältung und einer echten Grippe – manche Patienten verwenden die beiden Begriffe gar synonym. Tatsächlich bestehen jedoch gravierende Unterschiede zwischen den beiden Krankheitsbildern. So ist die echte Grippe in aller Regel eine schwere Erkrankung, während es sich bei einer Erkältung meist um eine Banalität handelt.

Die echte Grippe – Influenza

Die sogenannte echte Grippe wird fachsprachlich als Influenza bezeichnet. Sie ist vor allem durch einen sehr plötzlichen Krankheitsbeginn und stark ausgeprägte Symptome gekennzeichnet. Im Rahmen der Influenza kommt es meist zu hohem Fieber, Halsschmerzen, trockenem Husten, Muskel- und Kopfschmerzen sowie einem starken Krankheitsgefühl. An Arbeit oder Schulbesuch ist mit einer Grippe nicht zu denken, zumal es häufig schwerfällt, überhaupt das Bett zu verlassen. Im Gegensatz zur Erkältung ist eine Grippe eine ernsthafte Gefahr für die Gesundheit der Patienten – mitunter kommt es zu schweren Komplikationen. Besonders Kinder, Senioren und Personen, die an einer chronischen Krankheit leiden, sind in ernster Gefahr, wenn sie sich infizieren. Aus diesem Grund werden Grippeschutzimpfungen für diese Personen von der Krankenkasse bezahlt.

Bei gefährdeten Patientengruppen werden zur Behandlung der Influenza antivirale Mittel eingesetzt. Personen, die keiner Risikogruppe angehören, werden hingegen nur symptomatisch behandelt, da die Erkrankung in den meisten Fällen nach ein bis zwei Wochen von selbst abklingt. Ein Müdigkeits- oder Abgeschlagenheitsgefühl kann jedoch noch einige Wochen fortbestehen.

Erkältung – harmlos und häufig

Eine Erkältung beginnt schleichend. Langsam einsetzender Schnupfen mit wässrigem Sekret, das erst im Laufe der nächsten Tage dickflüssiger wird, ist häufig das erste Symptom. Anschließend stellen sich eine verstopfte Nase, Abgeschlagenheit und ein leichtes Krankheitsgefühl ein. Viele Patienten klagen zudem über Hals-, Kopf- und Gliederschmerzen sowie schleimigen Husten. Die Beschwerden sind jedoch wesentlich schwächer ausgeprägt als bei der echten Grippe.

Während die echte Grippe medizinisch klar definiert ist, handelt es sich bei der Erkältung nicht um eine medizinische Diagnose. Das Krankheitsbild ist medizinisch nicht klar definiert. Als Diagnose wird in diesem Fall eine „akute Infektion der oberen Atemwege“ angegeben. Spricht der Arzt von einem „grippalen Infekt“, ist eine gewöhnliche Erkältung gemeint.

Eine Erkältung bedarf zumeist keiner spezifischen Behandlung. Der Arzt empfiehlt daher meist Mittel, die die Symptome verringern. Gegen den Auslöser der Erkrankung wirken diese Medikamente jedoch nicht. Eine Erkältung dauert etwa sieben Tage.

Gemeinsamkeiten von Grippe und Erkältung

Die Gemeinsamkeiten der beiden Erkrankungen bestehen in den prinzipiell ähnlichen Symptomen, die jedoch unterschiedlich stark ausgeprägt sind, sowie in der viralen Ursache und der Übertragung per Tröpfcheninfektion. Während Erkältungen jedoch durch über 200 verschiedene Viren ausgelöst werden kann, kommen für die echte Grippe nur sogenannte Influenza-Viren infrage.

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