Sitzen ist ungesund. Diese Weisheit dürfte sich mittlerweile weit verbreitet haben. Weniger bekannt ist, wie wir Bewegung in unseren stressigen Alltag integrieren können. Nachdem wir acht Stunden lang im Büro gesessen haben, verschwenden wir häufig keinen Gedanken mehr daran, uns um unseren Körper zu kümmern. Dieser sehnt sich jedoch nach Bewegung, die wir immer wieder vermeiden.

Während der Arbeit bewegen wir häufig nur unsere Finger und unseren Kopf. Anschließend gehen wir einige Schritte, um uns ins Auto setzen und nach Hause fahren zu können. Dort angekommen fallen wir erschöpft auf die Couch und verbringen den Abend vor dem Fernseher.

Ein solch typischer Tagesablauf ist weit davon entfernt, gesundheitsförderlich zu sein. Wir wissen genau, dass wir uns mit unserer Bewegungsarmut schaden – Verspannungen, Erschöpfung und allgemeines körperliches Unwohlsein erinnern uns tagtäglich daran. Doch wie sollten wir Bewegung in diesen durchgeplanten Alltag integrieren? Es scheint unmöglich.

Mit den nachfolgenden Tipps ist es jedoch problemlos möglich, die empfohlenen 10.000 Schritte pro Tag zu gehen, alle Muskeln in ausreichendem Maße zu fordern und unseren Körper in Schuss zu halten!

Acht praktische Tipps für mehr Bewegung im Alltag

1. Fahrrad statt Auto

Der Arbeitsweg kann in den meisten Fällen ohne größere Anstrengungen mit dem Fahrrad zurückgelegt werden. Dank allmorgendlicher Staus kostet die Fahrradfahrt in aller Regel nicht mehr Zeit als die Anreise mit dem Auto.

Auch bei längeren Arbeitswegen ist es möglich, eine kurze Radfahrt zu integrieren: Sowohl Körper als auch Umwelt profitieren, wenn Sie mit dem Fahrrad bis zur nächsten Bus- oder Bahnhaltestelle fahren und den Rest des Weges mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurücklegen.

2. Treppe statt Aufzug

Sowohl Bürogebäude als auch Mehrfamilienhäuser sind in aller Regel mit Aufzügen ausgerüstet. Benebelt vom Stress des Alltags erscheinen diese uns praktisch und willkommen. Tatsächlich sollten wir Aufzüge jedoch meiden. Jede Treppenstufe, die wir beschreiten, ist ein weiterer Schritt hin zu einem gesünderen Leben.

3. Aufstehen im Büro

Telefonate etc. lassen sich problemlos im Stehen erledigen. Sitzen die Kollegen, mit denen Absprachen stattfinden müssen, im gleichen Gebäude, kann sogar gänzlich auf das Telefonat verzichtet werden: Ein kurzer Besuch im Büro des Arbeitskollegen bringt Bewegung in den Alltag und ist der Arbeitsatmosphäre dienlich.

4. Spaziergänge

Sonntage zeichnen sich in den meisten Fällen durch einen Überschuss an Freizeit aus, den wir kaum zu nutzen wissen. Statt diese Zeit auf der Couch oder vor dem Fernseher zu verbringen, können wir ihn für kurze Spaziergänge nutzen – nicht nur der Bewegungsapparat, sondern auch das Immunsystem und unsere Stimmung werden profitieren.

5. Mini-Gymnastik im Büro

Leichte Gymnastikübungen lassen sich ohne Zeitverlust in den Büroalltag integrieren. Einige praktische Übungen findest Du hier.

6. Einkäufe zu Fuß erledigen

Ist es wirklich nötig, mit dem Auto zum nächsten Supermarkt zu fahren? In der Regel können wir Einkäufe auch zu Fuß oder mit dem Fahrrad erledigen. So wird ein Aufenthalt im Freien mit einem deutlichen Zuwachs an täglicher Bewegung verbunden.

7. Hausarbeit ohne Hilfsmittel

Saugroboter, elektrische Fensterputzer oder gleich eine Putzfrau? Vermeintliche Hilfsmittel verleiten uns dazu, sämtliche Bewegung im Haushalt einzustellen. Erledigen wir Hausarbeiten ohne technische oder menschliche Hilfsmittel, bewegen wir uns in erheblichem Maße. Probiere es aus und profitiere von der zusätzlichen Bewegung beim Staubwischen, Fensterputzen und Aufräumen!

8. Stehen statt Sitzen

Dieser Punkt wurde implizit bereits erwähnt: Sitzen sollte möglichst vermieden werden. Erledige Telefonate zukünftig also im Stehen und verlasse Deinen bequemen Bürostuhl, wann immer es möglich ist. In kurzen Pausen kannst Du zudem einige Schritte durch Dein Büro gehen. Auch Pausen sollten zukünftig Bewegungsraum bieten: Setze Dich nicht 60 Minuten lang in die Kantine, sondern bewege Dich möglichst ausgiebig.

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