Muskelkater loswerden – Tipps und Tricks

Muskelkater gilt als Zeuge eines harten Trainings. Er ist äußerst unangenehm und setzt uns für einen Tag sportlich außer Gefecht. Wie genau der Muskelkater entsteht, ist nicht klar. Lange Zeit gingen Sportmediziner davon aus, dass eine überhöhte Belastung zur Produktion von Milchsäure in den Muskeln führt, die wiederum die Schmerzen auslöst. Diese Annahme gilt heute als überholt. Moderne Sportmediziner gehen davon aus, dass eine Überbeanspruchung eines Muskels zu winzigen Rissen im Muskel führt. Klar ist jedenfalls: Muskelkater entsteht durch Überbeanspruchung eines Muskels. Doch wie kann man den Muskelkater loswerden?

Muskelkater tritt gewöhnlich erst ca. 24 Stunden nach der Belastung des Muskels auf. Die vermuteten Mikrorisse in den Muskeln selbst entstehen jedoch während der Belastung. Die Schmerzen entstehen also nicht durch die winzigen Risse in den Muskeln, sondern durch Reaktionen, die von diesen Rissen ausgehen. Vor allem Entzündungen und Reizungen der umliegenden Nervenfasern werden durch diese Mikrorisse hervorgerufen und lösen die Schmerzen eines Muskelkaters aus.

Muskelkater vom Sport kennen übrigens sowohl Profis als auch Amateure. Er trifft jeden Menschen, der einen Muskel übermäßig beansprucht. Selbst Profis, die beinahe täglich Sport treiben, bleiben also nicht vom lästigen Muskelkater verschont.

Muskelkater ohne Sport kann im Übrigen auch auftreten. Den Muskeln ist es nämlich vollkommen egal, durch welche Tätigkeit sie überlastet wurden.

Was hilft gegen Muskelkater?

1. Tipp: Wärme und Entspannung gegen Muskelkater

Wärme hilft bei muskulären Problemen in beinahe jedem Fall. Auch beim Muskelkater wird sie von Experten empfohlen, um die Schmerzen zu lindern. Sowohl Wärmekissen als auch heiße Bäder und Saunabesuche helfen. Die schmerzlindernde Wirkung beruht hierbei auf zwei Effekten. Zum einen wirkt die Wärme entspannend auf die Muskulatur, zum anderen wird der Stoffwechsel angeregt. Wer Muskelkater lindern will, sollte also auf Kirschkernkissen, Wärmeflasche oder ein heißes Bad zurückgreifen.

2. Tipp: Muskelkater durch Bewegung lindern

Gut gemeinte Ratschläge von Freunden, sich bloß nicht zu bewegen, können getrost ignoriert werden. Wer den Muskelkater schnell loswerden möchte, sollte aktiv werden. Krafttraining oder Ausdauersport gehört bei Muskelschmerzen jedoch nicht auf den Tagesplan. Moderate Bewegung, wie sie Spaziergänge oder Fahrradfahren bieten, reichen vollkommen aus. Die Bewegung sorgt für eine ausreichende Durchblutung der betroffenen Muskeln. Dadurch heilen sie schneller und der Muskelkater verschwindet.

3. Tipp: Keine Schmerzmittel

Hobbysportler greifen schnell zu Schmerzmittel, wenn die Muskulatur streikt. Hierdurch können Sie den Muskelkater lindern – der Heilungs- und Erholungsprozess wird jedoch negativ beeinflusst. Wer Muskelkater loswerden möchte, sollte also auf schmerzlindernde und entzündungshemmende Mittel wie Voltaren oder Ibuprofen verzichten.

4. Tipp: Kein Training mit Muskelkater

Sie haben sich den Muskelkater beim Training geholt, also wird er durch Training auch wieder verschwinden? Mit Muskelkater trainieren zu gehen, ist eine schlechte Idee. Da die betroffene Muskelpartie durch die Mikrorisse geschädigt ist, kann sie starken Belastungen nicht standhalten. Ein Training mit Muskelkater wäre also nicht nur sinnlos, sondern sogar schädlich (mehr dazu hier).

5. Tipp: Es gibt keine Mittel gegen Muskelkater

Mittel gegen Muskelkater, vorzugsweise Cremes und Sprays, sind schlicht wirkungslos. Sie enthalten in den meisten Fällen entweder Schmerzmittel oder Mineralstoffe. Gegen einen Muskelkater können sie jedoch nichts ausrichten. Sparen Sie sich das Geld also und verzichten Sie auf ominöse Mittel gegen Muskelkater.

6. Tipp: Muskelkater vorbeugen

Wer seine Muskeln nicht überlastet, wird keinen Muskelkater erleiden. Da es jedoch schwer möglich ist, festzustellen, ab wann eine Überlastung vorliegt, müssen andere Wege her, um dem Muskelkater vorzubeugen. Bewährt haben sich Dehnübungen nach dem Training. Diese beugen nicht nur dem Muskelkater vor, sondern reduzieren auch Probleme der Sehnen und Gelenke. Gedehnt werden sollte immer die am stärksten belastete Muskulatur. Beim Lauf- und Ausdauertraining ist dies zum Beispiel die Bein- und Gesäßmuskulatur.

Fazit: Muskelkater loswerden

Ist der Muskelkater bereits da, helfen Wärme und moderate Bewegung. Schmerzmittel oder andere Wundersalben sollten nicht angewendet werden, da sie entweder nutzlos sind oder sogar den Heilungsprozess stören können. Vorgebeugt werden kann durch Dehnen nach dem Training.

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