Naturheilmittel und Hausmittel für den Winter

Im Winter leiden wir häufig an schmerzhaften, quälenden Infekten. Von der Erkältung über die Grippe bis hin zur Nasennebenhöhlenentzündung. Schnell greifen wir zu Schmerzmitteln, Fiebersenkern, Nasensprays und anderen Mitteln, die schnelle Linderung versprechen. Dass dies keine optimale Lösung ist, ist uns meist bewusst. Dennoch wissen wir uns nicht auf anderem Wege zu helfen. Der folgende Text stellt sechs Naturheilmittel und Hausmittel vor, die gegen Erkältungen und andere lästige Infekte der Atemwege helfen. So werden Sie schnell wieder gesund!

Tipp 1: Weidenrinde als natürliches Schmerzmittel

Aspirin ist nicht die einzige Lösung, wenn Schmerzen schnell und effektiv gelindert werden können. Wer lieber zu Naturheilmitteln greifen möchte, findet in der Weidenrinde einen ebenso effektiven, jedoch wesentlich schonenderen Wirkstoff. Bereits vor Urzeiten galt die Weidenrinde als gutes Mittel gegen Fieber und Schmerzen. Auch heute können wir noch von diesem bewährten Hausmittel profitieren. Wer bereits bei den ersten Anzeichen einer Erkältung zu Kapseln mit Weidenrindenpulver greift, linder nicht nur Fieber und Schmerzen, sondern mildert auch den Verlauf der Erkrankung ab. Bei Asthma, Überempfindlichkeit gegenüber Aspirin oder anderen Schmerzmitteln, bei Allergien sowie bei Magen- oder Darmgeschwüren darf der Wirkstoff nicht eingesetzt werden. Auch Schwangere, Stillende und Kinder unter zwölf Jahren müssen verzichten. Alle anderen Erkältungsgeplagten finden in der Weidenrinde jedoch eine hervorragende Alternative zu herkömmlichen Schmerz- und Fiebermitteln.

Tipp 2: Thymian gegen Husten

Wir neigen dazu, Husten ausschließlich als lästig anzusehen und ihn möglichst sofort “abstellen” zu wollen. Hierbei missachten wir jedoch die wichtige Funktion des Hustens für unseren Körper – durch den Husten befördern wir Schleim und Krankheitserreger aus den Atemwegen hinaus. Daher ist es nicht sinnvoll, produktiven Husten mithilfe von Hustenstillern zu unterdrücken. Stattdessen sollten wir auf Schleimlöser setzen, die das Abhusten des Schleims erleichtern. So ist der Husten weniger quälend und schneller vorüber. Thymian kann in Teeform die Rolle des Schleimlösers übernehmen und so Mittel aus der Apotheke wirkungsvoll ersetzen. Der Tee kann sowohl selbst zubereitet als auch fertig gekauft werden – letztere Variante ist in der Praxis leichter umzusetzen.

Tipp 3: Meersalz-Nasensprays statt vasokonstriktorischer Nasensprays

In der Apotheke bestellen wir bevorzugt Nasensprays, die zur Verengung der Blutgefäße in der Nasenschleimhaut führen. Beliebte Wirkstoffe wie Xylometazolin bewirken auf diese Weise ein sofortiges Abschwellen der Nasenschleimhaut und lassen uns endlich wieder tief durchatmen. Leider dürfen diese Mittel höchstens dreimal pro Tag und nur wenige Tage am Stück angewendet werden, da sie andernfalls unter Umständen zur Abhängigkeit und/oder zu einer dauerhaften Schwellung der Nasenschleimhaut führen. Wesentlich schonender und ebenso effektiv sind Nasensprays auf Meersalzbasis. Diese reinigen die Nasenschleimhaut, pflegen sie und befeuchten sie. So befreien sie unsere Nase – ganz ohne Risiken und Nebenwirkungen.

Tipp 4: Eukalyptusöl bei unkomplizierter Nasennebenhöhlenentzündung

Eine Entzündung der Nasennebenhöhlen äußert sich durch eine verstopfte Nase, starke Kopfschmerzen und ein starkes Krankheitsgefühl. Sie wird durch Viren oder Bakterien ausgelöst und ist sehr unangenehm sowie schmerzhaft. Linderung versprechen hier nur wenige Mittel. In der Praxis erhält der Patient eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung und ein Nasenspray, da die Krankheit bei körperlicher Schonung nach etwa einer Woche wieder verschwunden ist. Hierzu ist es wichtig, keinen belastenden Tätigkeiten nachzugehen, viel zu trinken und das Nasenspray regelmäßig anzuwenden. Das Ziel besteht darin, den Schleim, der die Nebenhöhlen verstopft, zu verflüssigen und dem Körper die benötigte Ruhe zu geben. Antibiotika werden nur bei chronischer Krankheit sowie bei wiederkehrenden oder chronischen Entzündungen sowie bei einem hohen Alter des Patienten gegeben.

Wer die Leidenszeit verkürzen möchte, kann auf Eukalyptus zurückgreifen. Die ätherischen Öle dieser Pflanze tragen zur Verflüssigung des Schleims bei und sorgen somit dafür, dass der unangenehme Druck auf den Kopf verschwindet und die Nase endlich wieder frei wird. Die Ergebnisse, die mit Eukalyptus erzielt werden können, sind erstaunlich. Asthmatiker und Allergiker sollten jedoch auf eine Anwendung verzichten. Auch bei Erkältungen und anderen Atemwegsinfektionen trägt Eukalyptus zur Besserung der Beschwerden bei.

Tipp 5: Echinacea zur Stärkung des Immunsystems

Leiden Sie unter wiederkehrenden Infekten, sollten Sie darüber nachdenken, Ihr Immunsystem zu stärken. Hierbei kann der natürliche Wirkstoff der Echinacea hilfreich sein. Bereits die amerikanischen Ureinwohner wussten die heilenden Wirkungen des Sonnenhutkrauts zu schätzen und setzten es zur Linderung zahlreicher Erkrankungen ein. Mit der Einnahme eines Auszugs dieser Pflanze, der alle Inhaltsstoffe enthält, können die körpereigenen Abwehrkräfte mobilisiert werden. Der Körper wird so in die Lage versetzt, selbstständig gegen Krankheitserreger vorzugehen und diese im Rahmen einer normalen Immunabwehr zu besiegen. Auch heute setzen Ärzte Echinacea zur Stärkung der Abwehrkräfte sowie zur Unterstützung der Behandlung wiederkehrender Atem- und Harnwegsinfekte ein.

Tipp 6: Vitamin D für eine normale Immunfunktion

Vitamin D ist auch als Sonnenvitamin bekannt, da es bei Sonneneinstrahlung in der Haut gebildet wird. Es unterstützt das Immunsystem, trägt zum Erhalt gesunder Knochen bei und unterstützt eine normale Muskelfunktion. Darüber hinaus erfüllt es in unserem Körper noch zahlreiche weitere Funktionen – kurzum: Vitamin D ist unverzichtbar, wenn wir gesund sein wollen. Da wir im Winter jedoch deutlich weniger Sonne sehen, bildet unser Körper auch deutlicher weniger Vitamin D. Es kann daher sinnvoll sein, dieses Vitamin durch Nahrungsergänzungsmittel zuzuführen. Da unser Körper in der Lage ist, Vitamin D in einem gewissen Umfang zu speichern, ist die Einnahme von Depotkapseln sinnvoll, die unseren wöchentlichen Bedarf decken und somit nur einmal in der Woche eingenommen werden müssen.

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