Die heutigen Arbeits- und Lebensbedingungen führen häufig zu immer wieder auftretenden Rückenschmerzen. Lange Tage am Schreibtisch, wenig Bewegung und unnatürliche Körperhaltungen schlagen sich gesundheitlich nieder und führen zu Schmerzen. Doch nicht nur Menschen, die im Büro arbeiten, sind von Rückenschmerzen geplagt. Auch körperlich anstrengende Tätigkeiten, die mit gebückter Haltung oder extremer Belastung der Muskulatur einhergehen, führen häufig zu Schmerzen. So leiden auch Handwerker häufig unter ihren Arbeitsbedingungen. Ist Sport gegen Rückenschmerzen hilfreich?

In der Folge der Rückenschmerzen entwickeln viele Patienten Fehlhaltungen. Sie bemühen sich, eine möglichst schmerzarme Position einzunehmen, oder vermeiden körperliche Aktivität, da sie fürchten, dass diese mit weiteren Schmerzen verbunden ist. Derartiges Verhalten verstärkt die Rückenschmerzen jedoch meist.

Sport als Präventivmaßnahme

Als vorbeugende Maßnahme gegen Rückenschmerzen empfiehlt sich Sport. Durch moderate sportliche Aktivität und ausreichende Bewegung werden die Muskeln des gesamten Körpers gefordert. Wird regelmäßig Sport getrieben, passt die Muskulatur sich der Belastung an – auch Kraftsportler setzen auf diesen Effekt.

Bei akuten Rückenschmerzen sollte jedoch auf Sport verzichtet werden. Erst wenn die Ursache gefunden und nach Möglichkeit behandelt wurde, sollte wieder Sport ausgeübt werden. Die Ursache des Schmerzes muss also ärztlich abgeklärt werden.

Zur Schmerzprävention ist Sport jedoch ein bestens geeignetes Mittel. Wer nach einem langen Arbeitstag joggt oder das Fitnessstudio besucht, fühlt sich am Abend häufig entspannter und ausgeglichener. Rückenschmerzen kann auf diesem Wege effektiv vorgebeugt werden. Durch die natürlichen Bewegungen und die bewusst herbeigeführte Belastung können die Muskeln sich von der tagsüber eingenommenen Fehlhaltung erholen. Verspannungen kann durch Sport also effektiv vorgebeugt werden. Darüber hinaus wird die Muskulatur gestärkt, was sie weniger schmerzanfällig macht. Bewegungsmangel hingegen führt die Beschwerden in den meisten Fällen erst herbei, oder verstärkt aus Fehlhaltungen resultierende Rückenschmerzen.

Kraftsport gegen Rückenschmerzen: Die Muskulatur stärken

Ausdauersport allein genügt in der Schmerzprävention nicht. Vor allem Kraftsport ist bei Rückenschmerzen sinnvoll, da die Muskulatur durch diesen gestärkt wird. Viele Übungen können mit Eigengewicht und in den eigenen Räumlichkeiten durchgeführt werden. Wer ein Fitnessstudio besucht, profitiert jedoch von der fachlichen Anleitung durch einen Trainer.

Die sportlichen Bemühungen sollten sich jedoch auch abseits des Trainings zeigen. So ist es wichtig, Bewegungsmangel soweit möglich zu vermeiden und Fehlhaltungen entgegenzuwirken. Sofern möglich, sollten Wege zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurückgelegt werden – auch diese Aktivitäten zählen im weitesten Sinne als Sport.

Wichtig beim Sport gegen Rückenschmerzen ist die gleichmäßige Beanspruchung der Rücken- und Bauchmuskeln, da diese miteinander verbunden sind und sich gegenseitig beeinflussen. Prinzipiell sollten einseitige Belastungen vermieden werden, da sie die Beschwerden eher verstärken. Bei häufig auftretenden Rückenschmerzen darf also nicht nur der Rücken trainiert werden.

Checkliste: Sport gegen Rückenschmerzen

  • In Bewegung bleiben: täglich 10.000 Schritte gehen
  • Fehlhaltungen vermeiden: einen Ausgleich zu langen Bürotagen schaffen
  • Ausdauersport und Kraftsport kombinieren
  • Ursache der Schmerzen ärztlich abklären und behandeln lassen
  • Bei akuten Schmerzen pausieren
  • Die Rückenmuskulatur durch Kraftübungen stärken
  •  Ganzheitlich denken: Nicht nur den Rücken trainieren

Was ist der geeignete Sport gegen Rückenschmerzen?

Jede sportliche Aktivität ist als Präventivmaßnahme bei Rückenschmerzen sinnvoll. Liegen jedoch Beschädigungen der Bandscheiben oder ähnliche Beeinträchtigungen vor, ist vor dem Beginn sportlicher Aktivität ein Arzt zu konsultieren. Gleiches gilt bei ungeklärter Schmerzursache.

Schwimmen wird häufig gegen Rückenschmerzen empfohlen, da es den Rücken entlastet und die gesamte Muskulatur stärkt. Außerdem kann es auch von Untrainierten problemlos ausgeübt werden. In jedem Falle müssen die Trainingseinheiten beim Sport gegen Rückenschmerzen gelenkschonend sein. Bei falscher Belastung oder unsachgemäßer Ausführung von Übungen können die Bandscheiben gestaucht werden, was schlimmstenfalls einen Bandscheibenvorfall hervorrufen kann.

Um dauerhaft beschwerdefrei zu sein und die Vorteile eines gesunden Rückens genießen zu können, sollte man also ständig in Bewegung bleiben und den eigenen Körper trainieren.

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