Lange Arbeitstage im Büro gehen häufig mit Verspannungen im Nacken und Kopfschmerzen einher. Das lange Starren auf den Bildschirm und die fehlende Bewegung sorgen für eine zunehmende Verspannung unserer Muskulatur. Diese Entwicklung ist recht logisch, da der menschliche Körper nicht auf Büroarbeit, langes Sitzen und Bewegungsarmut eingestellt ist – unsere Muskulatur wartet förmlich auf Bewegung. Da eine natürliche Lebensweise, die dem menschlichen Körper nutzen würde, nicht mit Arbeit und modernem Lebensstil vereinbar ist, müssen wir nach Kompromissen suchen.

Mehr Bewegung im Büro

Der einfachste Weg, Verspannungen vorzubeugen oder sie zu lindern, besteht darin, mehr Bewegung in den Alltag zu integrieren. Vermutlich wird es dir unmöglich scheinen, dies zu erreichen – schließlich lassen sich im Büro keine Spaziergänge unternehmen o. ä.

Mehr Bewegung bedeutet jedoch nichts zwangsläufig, exzessiven Sport zu treiben, ausgedehnte Spaziergänge zu unternehmen oder anderweitig zeitraubenden Aktivitäten nachzugehen – obgleich diese durchaus sinnvoll wären. Bewegung bedeutet im Büro letztendlich nicht mehr als den Schreibtischstuhl zu verlassen.

Im Folgenden findest du fünf einfache „Übungen“, die du in deinen Alltag integrieren solltest, um Verspannungen zu vermeiden oder zu lösen.

Vier bürotaugliche Übungen gegen Verspannung

• Aufstehen und gehen

Die einfachste „Übung“ besteht darin, den Sitzplatz bei jeder möglichen Gelegenheit zu verlassen. Nutze jede kleine Pause dafür, aufzustehen und einige Schritte durch den Raum zu gehen. Du wirst merken, dass deine Muskulatur sich merklich entspannen wird.

Vermutlich wirst du zunächst nicht glauben, dass einfaches Aufstehen bereits erhebliche Veränderungen mit sich bringt. Letztendlich behebst du dadurch jedoch zumindest für einen kurzen Moment deinen Hauptfehler: Du sitzt zu oft und stehst zu selten.

Weiterhin ist es sinnvoll, Kollegen, die im gleichen Gebäude sitzen, bei Fragen nicht weiter anzurufen, sondern persönlich aufzusuchen. Diese kurzen Wege kosten kaum Zeit und bringen enorme Vorteile für deinen Körper mit sich.

• Rückengymnastik

Diese Übung stammt aus dem Repertoire der Rückengymnastik. Setze dich gerade auf deinen Stuhl und achte darauf, dass dein Rücken an der Lehne anliegt. Umfasse mit der rechten deine linke Hand und strecke die Arme nach vorne aus. Atem tief ein und hebe die Arme dabei in senkrecht in die Höhe. Strecke dich weit nach hinten, verharre etwa 5 Sekunden in dieser Position. Lasse die Arme danach langsam wieder sinken.

• Armmuskulatur dehnen

Richte dich auf deinem Stuhl auf. Deine Rücken muss gerade sein. Er darf die Rückenlehne des Stuhls nicht berühren. Verschränke deine Hände im Flechtgriff ineinander und strecke die Arme von dir weg. Die Innenflächen der Hände sollten nach vorne – also nicht zum Körper – zeigen. Ziehe deine Schulterblätter in dieser Position zusammen. Verharre zehn Sekunden in dieser Position.

• Hände hinter dem Rücken zusammenführen

Stelle dich aufrecht hin und achte darauf, dass dein Rücken möglichst gerade ist. Greife nun mit dem rechten Arm über deine rechte Schulter. Greife dann mit der linken Hand nach deiner rechten Hand und halte sie fest. Ziehe dann mit beiden Händen in entgegengesetzte Richtungen. Wiederhole die Übung anschließend auf der anderen Körperseite.

Weitere Tipps:

1. Fahre mit dem Fahrrad zur Arbeit oder lege zumindest einen Teil des Weges mit dem Fahrrad zurück.
2. Bewege dich in deiner Mittagspause. Versuche, möglichst lange in Bewegung zu bleiben.
3. Sorge für einen ergonomischen Arbeitsplatz mit verstellbarem Bildschirm und rückenschonendem Schreibtischstuhl oder einem Sitzball.
4. Entspanne dich. Wirke Stress effektiv entgegen, indem du dir bewusst Zeit für dich nimmst oder einen Ausgleich schaffst.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.