Warum Milch gesund ist: Eine Betrachtung

Milch galt lange Zeit als Musterbeispiel eines gesunden Nahrungsmittels. Dass Milch gesund ist, wurde bereits Kindern vermittelt. Eltern und Großeltern priesen die wachstumsfördernde und knochenstärkende Wirkung des weißen Getränks ebenso wie Kinderärzte. Diese Zeiten sind jedoch vorbei – zum Leidwesen aller Betroffenen.

Milch ist gesund: Trotz aller Vorurteile wird der Verzehr empfohlen

In den letzten Jahren etablierte sich eine wahre Anti-Milch-Front. Anhänger der Alternativmedizin taten sich besonders hervor und schrieben der Kuhmilch allerhand negative Eigenschaften zu. Diese Vorurteile sind bis zum Kern der Gesellschaft vorgedrungen und halten sich hartnäckig. Viele Eltern glauben heute, ihren Kindern Gutes zu tun, indem sie ihnen Milch vorenthalten. Dass dem in keinem Falle so ist, konnten zahlreiche Studien belegen.

So konnte unter anderem bewiesen werden, dass Milch das Wachstum von Kindern und Jugendlichen fördert. Wer in jungen Jahren regelmäßig Milch trank, ist als Erwachsener im Durchschnitt größer als seine abstinenten Altersgenossen. Ob dies auf den in der Kuhmilch in hohem Maße enthaltenen Wachstumsfaktor IGF oder auf die allgemein gesündere Ernährung, die durch Milchkonsum erreicht wird, zurückzuführen ist, ist nicht klar.

Darüber hinaus sollten besonders Jugendliche und junge Erwachsene viel Kalzium zu sich nehmen. Dieses fördert die Mineralisierung der Knochen und trägt direkt zur Vorbeugung von Osteoporose im späteren Leben bei. Der Kalziumgehalt der Kuhmilch ist vergleichsweise hoch.

Bereits diese Ausführungen machen deutlich, dass die der Milch zugesprochenen positiven Wirkungen tatsächlich existieren. Doch das Potential des gescholtenen Getränks geht noch über diese Wirkungen hinaus.

Milchkonsum als vorbeugende Maßnahme gegen Diabetes und Bluthochdruck

Diabetes mellitus vom Typ 2 und Bluthochdruck gelten als typische Erscheinungen des in der westlichen Welt vorherrschenden modernen Lebensstils. In Studien konnte nachgewiesen werden, dass diese Leiden bei Menschen, die viele Milchprodukte konsumieren, seltener auftreten als bei anderen Menschen.

Milch ruft Herz-Kreislauf- und Stoffwechselerkrankungen also nicht hervor, sondern beugt diesen vor. Der Konsum des Getränks ist in dieser Hinsicht also absolut empfehlenswert.

Auch präventive Wirkungen gegen bestimmte Krebsformen konnten durch Studien belegt werden. So beugt ein Milchkonsum von mindestens 200 Millilitern pro Tag Dickdarm– und Brustkrebs vor. Die stärksten präventiven Effekte konnten bei Tagesdosen zwischen 500 und 800 Millilitern Milch beobachtet werden.

Milch ist gesund, aber kein Wundermittel

Anhand dieser Fakten lässt sich eindeutig belegen, dass Milch gesund ist. Ein Wundermittel stellt sie jedoch nicht dar. Auch negative Effekte konnten beobachtet werden. So verschlechtert sich das Krankheitsbild bei Menschen, die genetisch zu Akne neigen, durch hohen Milchkonsum häufig. Auch eine mögliche Steigerung des Risikos, an Prostatakrebs zu erkranken, konnte beobachtet werden. Letztere gilt jedoch nicht als bewiesen, da die Studienlage recht dürftig ist. Darüber hinaus dürften negative Effekte – sofern diese existieren – erst bei hohem Milchkonsum auftreten. Wer sich im Rahmen der empfohlenen Mengen bewegt, setzt sich also keiner Gefahr aus. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt etwa 250 Milliliter Trinkmilch pro Tag. Menschen mit Laktoseintoleranz oder Allergien gegen Bestandteile der Milch müssen hingegen gänzlich verzichten.

Die meisten Vorurteile gegenüber der Milch gehören jedoch ins Reich der Mythen. Weder Cellulitis noch Konzentrations- oder Schlafstörungen, Entwicklungsdefizite, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Übersäuerungen oder andere Erkrankungen werden durch den Konsum von Milch und Milchprodukten hervorgerufen.

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