Wie hilft Botox gegen Schwitzen?

Botox ist allgemein bekannt: Man benutzt es, um Falten zu glätten. Doch der Stoff, mit vollem Namen Botulinumtoxin, wird heute zu noch mehr Zwecken eingesetzt – einer davon ist die Bekämpfung von übermäßigem Schweiß.

Schwitzen – was ist das überhaupt?

Schwitzen ist nicht nur normal, sondern lebensnotwendig: Dadurch hält unser Körper seine Temperatur aufrecht, scheidet Schadstoffe aus, transportiert Hormone und Duftstoffe … Wie viel eine Person schwitzt, ist unterschiedlich und hängt etwa von ihrer Statur, ihrer Fitness und dem Schweißauslöser ab. Der Eine schwitzt selbst bei Hitze kaum, der Andere bei der kleinsten Anstrengung.

Wann wird Schwitzen ‚unnormal‘?

Es gibt also viele normale Varianten des Schwitzens. Aber: Es kann auch übermäßig werden und dann eine Krankheit sein – „Hyperhidrose“. Manche Menschen schwitzen am ganzen Körper außergewöhnlich stark, manche nur an einzelnen Körperstellen, etwa den Händen oder im Gesicht. Übermäßiger Schweiß geht weit über normalen hinaus: Er fließt so stark, dass das Gesicht ständig glänzt oder Oberteile stets Flecken haben. In Deutschland leidet 1 bis 2 Prozent der Bevölkerung unter Hyperhidrose.

Botox gegen Schwitzen
Botox hilft gegen übermäßiges Schwitzen.

Was hilft gegen Hyperhidrose?

Die Krankheit schränkt Betroffene im Alltag stark ein, privat wie beruflich. Doch zum Glück kann man übermäßiges Schwitzen mit vielen Mitteln behandeln: von pflanzlichen Medikamenten über Antitranspirantien bis zu Botox-Injektionen. Die Behandlung von Hyperhidrose mit Botulinumtoxin gilt als relativ sicher. Der Wirkstoff blockiert den Schweiß, indem er die Befehlskette zwischen dem Nervensystem und den Schweißdrüsen unterbricht.

Wie wird Botox gegen Schweiß angewendet?

Die Haut des Patienten wird desinfiziert, danach wird an mehreren Punkten eine kleine, genau berechnete Botox-Menge in die Haut eingespritzt – genauer: an die Schweißdrüsen. Dabei benötigt man für die verschiedenen Körperstellen wie Hände, Füße oder Achselhöhlen unterschiedliche Medikamentenmengen. Den Effekt von Botox-Injektion spüren Behandelte generell nach zwei Tagen, die Wirkungsdauer beträgt fünf bis neun Monate. Wenn man die Behandlung wiederholt, hält die Wirkung meist länger an.

Wie zuverlässig sind Botox-Injektionen bei Hyperhidrose?

Die Wirkung von Botox gegen Hyperhidrose gilt als zuverlässig und weitgehend nebenwirkungsfrei. Im Gesicht sollte die Behandlung nur durch einen sehr erfahrenen Hautarzt durchgeführt werden, da bei falscher Anwendung unerwünschte und vor allem unangenehme Muskellähmungen drohen. Der mit Botox erfahrene Arzt hingegen kennt die richtige Dosierung und Injektionstechnik – und kann so das Schwitzen im Gesicht sicher sowie wirksam behandeln.

Wie viel kosten Botox-Behandlungen gegen Schweiß?

Botox ist oft nicht die erste Maßnahme bei Schwitzproblemen, denn dafür sind die Kosten zu hoch: Der Preis pro Behandlung beläuft sich auf 500 bis 900 Euro. Die privaten Krankenkassen übernehmen die Kosten fast immer, die gesetzlichen Kassen fast nie. Deshalb wird Botox gegen Schwitzen vor allem angewandt, wenn andere, weniger teure Maßnahmen erfolglos waren.
Fazit: Botox-Injektionen eignen sich nicht nur fürs Lifting, sondern sind auch in der Therapie gegen übermäßiges Schwitzen eine wirksame Möglichkeit.

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